Warum Ungarn ?

 

Alle hilflosen Tiere  haben die Unterstützung und Fürsorge von uns allen verdient.
Wir haben unseren Fokus auf Ungarn gerichtet, da es trotz der versuchten soliden und reformfreundlichen Entwicklung des Landes immer noch viele Schwachstellen gibt. Ungarn bewegt sich noch immer im Umbruch.
Unser Interesse gilt den Tieren und auch den Menschen in Tiszafüred. Eine kleine Stadt mit etwa 11000 Einwohnern.
Dort befindet sich auch die Tötungsstation.


Durch die regelmäßigen Besuche in Tiszafüred und den Gesprächen mit vielen Anwohnern und sozialen Einrichtungen, wie den Kirchen und Ämtern, erhoffen wir uns, den Hunden helfen zu können, indem wir Aufklärungsarbeit leisten, den Menschen die Wichtigkeit unserer Arbeit vermitteln können.

Kastrationen, Impfungen, bessere Lebensbedingungen und die mögliche Vermittlung der Tiere in ein gutes, neues Zuhause ist nur eines der Ziele, das wir uns gesetzt haben.

Auch Sachspenden an Alten- und Pflegeheimen, Schulbesuche und der Kontakt zu den Bürgern sind nun keine Zukunftsmusik mehr.
Wir sind mit viel Engagement von Herzen dabei, bitte helfen sie uns!

 

 

Interview mit einem Hundefänger -  Ein Artikel einer ungarischen Tierschutzzeitung. Übersetzt und zur Verfügung gestellt von unseren ungarsichen Freunden.

Wir hatten mit der Tierärztin oft Streit. Für sie war ausschließlich das Geld wichtig. Zum Beispiel hat sie die eingefangenen Hunde erst nach der zweiwöchigen Beobachtungszeit ihren Herrchen herausgegeben. Das hat sie nur wegen des Tagesgeldes getan, das für die dort gehaltenen Hunde berechnet werden konnte. Deswegen wurde sie mehrmals angezeigt, aber sie ist jedesmal gnädig davongekommen. Die fürchterlichsten Sachen habe nur ich gesehen. Das Andenken der in der Tötungsstation stattgefundenen Einschläferungen verfolgt mich noch heute.

Die Tierärztin tötet, ohne die Tiere davor zu betäuben, sie erspart ja damit eine Menge Geld. Während ich dort gearbeitet habe, musste ich die Hunde bei der Einschläferung festhalten. Und die Tierärztin hat mit der Injektionsnadel gestochen. Das Tötungsmittel T61 konnte oft nicht richtig eingespritzt werden, denn die Hunde haben gezappelt und wollten fliehen. Vier von zehn Fällen waren in Ordnung, aber meistens wurde das Tötungsmittel nicht ins Herz oder in die Lungen eingespritzt, so wurde der Todeskampf der Hunde wesentlich verlängert. Einmal hat sie versucht, das billigste Betäubungsmittel zu benutzen. Sie hat es intranervös eingegeben, aber den Hunden war es viel zu wenig. Danach hat sie gar nicht versucht, die Hunde vor der Tötung zu betäuben. „Es falle wie es wolle” hat sie gesagt und so hat sie die Hunde eingeschläfert. – erinnert sich der ehemalige Hundefänger. 

Die Tierärztin arbeitet bis heute in der Tötungsstation, und die Tierschützer können dorthin immer noch nicht eintreten. Obwohl es nach einer Fernsehaufnahme zu einem Skandal kam und eine behördliche Verfügung in der Tötungsstation verlangt wurde, hat sie alles ganz in Ordnung gefunden.

 

Hundesteuer und Chip – wäre es die Lösung?

 

Bora Horváth ist die Leiterin des Tierschutzvereins „Kóborka” in Biatorbágy. Sie ist eine der wenigen Tierschützerinnen, die einen nüchtern, unverblendet, mit Vernunftsargumenten überzeugen will. So hält Bora den Beruf der Hundefänger für notwendig.

 

" Ja, man braucht sie. Das ist sogar eine ziemlich gefährliche Arbeit, die nicht alle ausüben können. Die Verwaltungen sollten ihnen ein angemessenes Gehalt geben, aber dafür müsste von ihnen eine normale Behandlungsmethode mit den Hunden erwartet werden. Das Geld, das zu diesem Zweck ausgegeben wird, müssten die nachlässigen Hundebesitzer bezahlen. So würden die Herrchen der Hunde darüber nachdenken, ob sie ihre Hunde durch die Straßen herumstreunen lassen. Ich habe schon viel gesehen, in den meisten Tötungsstationen kann man die Tierhaltungsmethoden sogar Tierquälerei nennen. Zu meiner größten Bestürzung geschieht all das mit der Zusammenwirkung der Behörden. Die Verwaltungen sind verantwortlich, weil diese Tötungsstationen gar keine Kontrolle bekommen. Sie sind daran interessiert, das Problem der streunenden Hunde möglichst billig zu lösen, und das wird mit unseren Steuern finanziert.

In der Kälte erfrieren  die Tiere, weil sie in einen 1x1 Meter großen Käfig eingesperrt sind, in dem sie sich nicht  bewegen können. Es wird darüber nicht gesprochen wie die bei der Verwaltung  angemeldeten Tiere verschwinden. Für so viele Hunde, für die der Hundefänger sein Gehalt bekommt gibt es in der Tötungsstation nämlich gar keinen Platz. Zu meiner Verwunderung hat es noch niemandem aufgefallen – sagt die Tierschützerin.

 

Bora Horváth hätte jedenfalls einen Vorschlag, mit dem dieses Problem gelöst werden könnte: "Außer der verbindlichen Chip-Verwendung unterstützt sie auch die Einführung der Hundesteuer. Ihrer Meinung nach ist es Dank Chip und Steuer gelungen, das Problem der streunenden Hunde in Österreich und in Deutschland zu lösen. Heutzutage sehen sich unsere westlichen Nachbarn in den Tötungsstationen bestürzt um, und sie denken nicht in Ungarn, sondern auf dem Balkan zu sein."


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